Bertrand de Born

von Heinrich Heine

Ein edler Stolz in allen Zügen,
Auf seiner Stirn Gedankenspur,
Er konnte jedes Herz besiegen,
Bertrand de Born, der Troubadour.

Es kirrten seine süßen Töne
Die Löwin des Plantagenets;
Die Tochter auch, die beiden Söhne,
Er sang sie alle in sein Netz.

Wie er den Vater selbst betörte!
In Tränen schmolz des Königs Zorn
Als er ihn lieblich reden hörte,
Den Troubadour, Bertrand de Born.

Vorheriges Gedicht:
«

Nächstes Gedicht:
»

2 Kommentare »

  • Bertrand de Born, ich habe den Namen nie gehört, natürlich ist das ein französischer Name. Auf deutsch hiesse es doch Bertold von Born, oder so. Jedenfalls ist “Born” ein bekannter Dorfname. Zum Beispiel die Ortschaft Born bei Sankt Vith in Belgien. In dem Gedicht ist die Rede von Richard Löwenherz, es spielt also in der Zeit der Kreuzzüge. Gottfried von Bouillon hat eine grosse Rolle gespielt bei der Eroberung von Jerusalem. Bouillon ist in Belgien am Vierländereck Deutschland-Frankreich-Belgien-Luxemburg. Was will HH uns sagen, worum geht es?

    Kommentar by Daniel KÜPPER — 29. April 2010 @ 09:38

  • Ich denke es geht um jemanden der durch seine Lieder und Gedichte andere Menschen beeindrucken und beeinflussen kann. Vielleicht meint Heine einen Dichter oder hat es sogar auf sich selbst bezogen.

    Kommentar by Gerd — 6. Mai 2010 @ 15:07

  • Hinterlasse einen Kommentar

    RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL