Die Beschwörung
von Heinrich Heine
Der junge Franziskaner sitzt
Einsam in der Klosterzelle,
Er liest im alten Zauberbuch,
Genannt der Zwang der Hölle.
Und als die Mitternachtstunde schlug,
Da konnt er nicht länger sich halten,
Mit bleichen Lippen ruft er an
Die Unterweltsgewalten.
Ihr Geister! holt mir aus dem Grab
Die Leiche der schönsten Frauen,
Belebt sie mir für diese Nacht,
Ich will mich dran erbauen.
Er spricht das grause Beschwörungswort,
Da wird sein Wunsch erfüllet,
Die arme verstorbene Schönheit kommt,
In weißen Laken gehüllet.
Ihr Blick ist traurig. Aus kalter Brust
Die schmerzlichen Seufzer steigen.
Die Tote setzt sich zu dem Mönch,
Sie schauen sich an und schweigen.
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dritte und vierte strophe sind vertauscht..
Kommentar by Laura — 26. April 2011 @ 20:11
hab mich verguckt.. vierte kommt als dritte, fünfte als vierte und dritte als letzte.. eigentlich..
Kommentar by Laura — 26. April 2011 @ 20:15
Upps, ist mir garnicht aufgefallen. Vielen Dank für den Hinweis.
Habs jetzt geändert.
Kommentar by admin — 29. April 2011 @ 13:19
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